Herkömmliche Labortests und die Notwendigkeit von Veränderungen
Ölgefüllte Prüfanschlüsse waren lange Zeit die Standardlösung für Labortests, stießen jedoch bei 100 kV AC an ihre Grenzen und verursachten bei jeder Testsequenz Probleme mit Flüssigkeiten, Brandlasten und Umschaltvorgängen. Luftisolierte Baugruppen haben praktische Grenzen um 36 kV. Oberhalb von 100 kV AC ist die Prüfvorrichtung oft der limitierende Faktor – entweder entstehen zu hohe Störentladungen aufgrund unzureichender Feldspannung am Prüferanschluss, oder die Auf- und Abbauzeit verkürzt die ohnehin schon anderthalbtägige Dauer des Wärmezyklusteils eines IEC60840-Tests.
Ein wassergefülltes Kabelprüfsystem eliminiert diese Grenzfläche als Variable. Deionisiertes Wasser weist eine relative Permittivität nahe der von vernetztem Polyethylen (ca. 80 gegenüber 2.3 bei XLPE) auf, sodass das elektrische Feld entlang des Kabelendes gleichmäßig verläuft und sich nicht an einer scharfen Kante konzentriert. Dank einer geschlossenen CTW-Konditionierungseinheit, die die Wasserleitfähigkeit im Bereich von 0.1–2 µS/cm hält und die Temperatur stabilisiert, gewährleisten die wassergefüllten CTTS-Systeme von DEMIKS eine Teilentladung von unter 1 pC bis 400 kV AC und unter 2 pC bei 500–800 kV – genau dem Leistungsbereich, für den der IEC-60840-Grenzwert von 5 pC für Neuinstallationen ausgelegt ist.