Transformatoren sind unverzichtbare Bestandteile moderner elektrischer Systeme, und ihre Zuverlässigkeit ist entscheidend für eine reibungslose Stromverteilung. Die Analyse gelöster Gase (DGA) zählt zu den wichtigsten Methoden zur Überwachung der Funktionsfähigkeit von Transformatoren und gilt als äußerst effektives Diagnosewerkzeug. Dieser umfassende Leitfaden führt Sie in die Grundlagen der DGA ein und beschreibt, wie die Analyse von im Transformatoröl gelösten Gasen Fehler wie Überhitzung, Lichtbogenbildung oder Isolationsschäden aufdecken kann.
Bedeutung der Transformatorölprüfung

Transformatorenöl und seine Rolle verstehen
Das in Transformatoren verwendete Öl ist unbestreitbar einer der wichtigsten Faktoren für den Betrieb, die Effizienz und die Zuverlässigkeit eines Transformators. Neben seinen beiden Hauptfunktionen – guter elektrischer Isolation und Kühlung – trägt das Öl auch zur Füllung des Transformators bei. Zudem hilft es, die interne Wärme abzuführen, indem es als Kühlmedium wirkt und so eine stabile Temperatur aufrechterhält.
Die chemische Zusammensetzung des Transformatorenöls spielt eine wichtige Rolle bei der Verhinderung von Oxidation im Transformator. Oxidation kann die Bauteile schädigen und dadurch die Leistung beeinträchtigen. Hochwertiges Transformatorenöl durchläuft einen Raffinationsprozess, der es resistent gegen diese Art der Zersetzung macht und somit die Lebensdauer und Effizienz des Transformatorensystems gewährleistet.
⚠️ Wichtiger Hinweis:
Es ist unbedingt erforderlich, diese Eigenschaften zu erhalten, da Verunreinigungen oder Alterung des Öls zu Veränderungen der Zusammensetzung und damit zu einer Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit führen können. Moderne Geschäftspraktiken machen regelmäßige Transformatorenölprüfungen zu einer unverzichtbaren Wartungsmaßnahme.
Vorteile regelmäßiger Transformatorölprüfungen
Die wichtigsten Vorteile:
- ✓ Früherkennung von Problemen: Es ist wichtig, das mögliche Vorhandensein von Verunreinigungen, Wasser oder chemischen Abbauprodukten zu erkennen, die die Isolier- und Kühleigenschaften von Öl ernsthaft beeinträchtigen können.
- ✓ Proaktive Wartung: Ein Frühwarnsystem, das es den Betreibern ermöglicht, Probleme im Anfangsstadium zu erkennen und zu beheben, wodurch größere Ausfälle vermieden und die Kosten ungeplanter Stillstände reduziert werden.
- ✓ Verlängerte Lebensdauer: Durch die Reduzierung des Risikos, die Entwicklung zu beeinträchtigen, um Öl in bestmöglichem Zustand während der Lebensdauer von Verteiltransformatoren zu liefern, wird die Zuverlässigkeit beim nächsten Durchsatz erhöht.
Auswirkungen auf die Anlagenlebensdauer und die Betriebssicherheit
Die Qualität der Ölprüfung bestimmt die Lebensdauer elektrischer Anlagen und die Kosten ihrer Instandhaltung, da Fehler oder Leckagen frühzeitig erkannt werden. Durch das Aufdecken von Problemen, bevor sie sich zu kritischen Situationen entwickeln, wird der Betrieb der Anlagen unterbrechungsfrei sichergestellt und die Reparaturkosten reduziert.
Sicherheitsverbesserung
Überwacht Verunreinigungen wie Feuchtigkeit, Säuren und Gase, die zu Überhitzung oder Isolationsschäden führen können, sichert die Ausrüstung und gewährleistet die Sicherheit der Arbeiter.
Vorteile für die Umwelt
Verringert den ökologischen Fußabdruck durch weniger häufige Ersatzbeschaffungen aufgrund vorzeitigen Geräteausfalls und unterstützt so die Nachhaltigkeitsziele.
Wirtschaftliche Effizienz
Minimiert die Ausgaben für den Ausbau und die Installation von Transformatoren und gewährleistet gleichzeitig eine langfristige Betriebsstabilität.
Analyse gelöster Gase (DGA)

Wissenschaftliche Prinzipien hinter DGA
Die Methode der gelösten Gase (DGA) basiert auf dem Prinzip, dass Transformatorenöl unter elektrischer und thermischer Belastung seine Kohlenwasserstoffmoleküle zersetzt und dabei Gase freisetzt. Diese Gase, darunter Wasserstoff, Methan, Ethylen und Acetylen, sind im Öl gelöst. Ihre Menge und ihr Vorhandensein geben Aufschluss über den Zustand und die Funktionsfähigkeit des Transformators.
DGA-Fehlersignaturanalyse
Jedes Gas hat seine eigene Fehlersignatur. Zum Beispiel:
- Hochtemperaturfehler erzeugen üblicherweise Ethylen und Ethan
- Elektrische Lichtbögen bilden sich Acetylen
- Überhitzungsbedingungen erzeugen spezifische Gasmischungen.
Durch die sorgfältige Analyse des Gasgemisches und seiner jeweiligen Höhen können die Techniker die Art und das Ausmaß von Problemen bestimmen, die im Transformator auftreten können.
Neben der Darstellung des aktuellen Zustands ist die DGA auch ein wichtiger Faktor für die Trendanalyse. Durch die Korrelation periodischer DGA-Ergebnisse über einen bestimmten Zeitraum können Betreiber schleichende Veränderungen erkennen, die voraussichtlich zu Problemen führen werden. Diese Vorhersagefähigkeit ermöglicht eine vorausschauende Wartungsplanung, wodurch die Zuverlässigkeit von Stromversorgungssystemen erhöht und ungeplante Ausfallzeiten reduziert werden.
Überwachte Arten gelöster Gase
| Gas | Chemische Formel | Indikation |
|---|---|---|
| Wasserstoff | H | Teilentladungen, Corona |
| Methan | CH₄ | Niedertemperatur-Thermalfehler |
| Ethan | C₂H₆ | Thermische Verwerfungen mittlerer Temperatur |
| Ethylen | C₂H₄ | Hochtemperatur-Thermalfehler |
| Acetylen | C₂H₂ | Starke Lichtbogenbildung, elektrische Entladungen |
| Kohlenmonoxid | CO | Überhitzung, Zellulosezersetzung |
| Kohlendioxid | CO₂ | Überhitzung, Isolationsversagen |
Fehlererkennung durch DGA
Die Analyse gelöster Gase (DGA) ist eine sehr leistungsfähige Methode zur Erkennung defekter Teile in Transformatoren. Dabei werden Art und Konzentration der im Transformatoröl gelösten Gase analysiert. Dies ermöglicht es den Bedienern, Probleme wie Überhitzung, Lichtbogenbildung oder Isolationsdurchschläge zu erkennen.
Wichtige Gasindikatoren:
- Acetylen (C₂H₂): Das Vorhandensein großer Mengen deutet auf das Auftreten sehr starker Lichtbogenbildung hin.
- Methan (CH₄): Eine hohe Konzentration kann auf eine Überhitzung des Transformators hindeuten.
- Wasserstoff (H₂) + Acetylen: Normalerweise bedeutet dies elektrische Entladungen
- Kohlenmonoxid (CO) + Kohlendioxid (CO₂): Möglicherweise deutet dies auf Überhitzung oder Alterung der Zellulosedämmung hin.
Vorteile der Implementierung eines regelmäßigen DGA-Testplans

Proaktive Wartungsstrategie mit DGA
Durch ein vorausschauendes Wartungskonzept auf Basis der gelösten Gasanalyse (DGA) wird der Betrieb der Transformatoren deutlich zuverlässiger. Da der Zustand des Transformatoröls kontinuierlich überwacht wird, können sich abzeichnende Störungen wie Überhitzung, Lichtbogenbildung oder Teilentladungen rechtzeitig erkennen.
Vorteile der proaktiven Wartung:
- Frühintervention: Durch rechtzeitiges Eingreifen können kleinere Probleme behoben werden, bevor sie sich zu größeren Problemen ausweiten, die zu Stromausfällen und teuren Reparaturen führen.
- Reduzierte Ausfallzeiten: Die durch die Ölanalyse aufgedeckten Probleme werden bei der nächsten Wartung behoben, wodurch die Anzahl unerwarteter Ausfälle des Transformators reduziert werden kann.
- Verlängerter Servicezeitraum: Durch die kontinuierliche Überwachung und die sofortige Erkennung von Problemen bleiben die Transformatoren funktionsfähig und verlängern somit ihre Lebensdauer.
Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen
Direkte Kosteneinsparungen
Durch die frühzeitige Fehlererkennung werden ungeplante Ausfälle und teure Geräteschäden vollständig verhindert, die Betriebskosten für die Instandhaltungsabteilungen werden deutlich reduziert.
Wartungseffizienz
Eliminiert das Rätselraten bei der periodischen und reaktiven Wartung durch die Bereitstellung von Echtzeit-Einblicken und lenkt die Wartung effektiv auf die richtigen Bereiche.
Vorteile für die Umwelt
Verlängert die Nutzungsdauer alter Transformatoren und reduziert so den Produktionsbedarf und den CO2-Fußabdruck während der gesamten Produktions- und Transportphase.
Minimierung ungeplanter Ausfallzeiten
Bewährte Verfahren zur Reduzierung von Ausfallzeiten:
- 1. Regelmäßige Überwachungssysteme: Implementieren Sie Systeme, die potenzielle Probleme erkennen können, bevor sie eskalieren.
- 2. Werkzeuge für die vorausschauende Instandhaltung: Nutzen Sie regelmäßige Überprüfungen mit vorausschauenden Tools, um Verschleiß oder Defekte an Geräten frühzeitig zu erkennen.
- 3. Schulung der Belegschaft: Ausreichend geschultes Personal kann Probleme frühzeitig erkennen und Maschinen effizient bedienen.
- 4. Klare Kommunikationskanäle: Stellen Sie umgehend Ressourcen für die einfache Bearbeitung kleinerer Probleme bereit.
- 5. Verbesserte Technologie: Investieren Sie in neuere Maschinen mit höherer Betriebssicherheit und besseren Diagnosefunktionen.
Häufige Transformatorprobleme, die durch DGA identifiziert wurden

Lichtbogenbildung und deren Erkennung
Lichtbogenbildung ist ein gravierendes Problem bei Transformatoren, das zu erheblichen Schäden führen kann, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behoben wird. Es handelt sich dabei um ein Phänomen, bei dem elektrischer Strom auf verschiedene Teile des Transformators überspringt. Hauptursachen sind Isolationsfehler, Verschmutzungen oder zu hohe Spannungsbelastungen.
⚠️ Lichtbogenerkennung durch DGA:
Die Analyse gelöster Gase (DGA) ermöglicht die effektivste Erkennung von Lichtbögen durch die Identifizierung von Gasen, die bei elektrischen Entladungen durch den Durchschlag von Transformatoröl entstehen.
Primäre Indikatoren: Vorhandensein großer Mengen von Gasen wie Acetylen und Wasserstoff bei Lichtbogenbildung. Wartungspersonal kann Lichtbogenbildung anhand von Gaskonzentrations- und Verhältnisdiagrammen leicht lokalisieren.
Typische Vorgehensweise: Die Ursache ermitteln und beheben, beispielsweise durch Austausch der durch Wasser beschädigten Isolierung oder durch Reinigung. Die Kombination von Lichtbogenerkennung und vorausschauender Wartung kann die Lebensdauer von Transformatoren und die Zuverlässigkeit des Stromversorgungssystems erheblich steigern.
Teilentladungsüberwachung
Die Überwachung von Teilentladungen ist für den Schutz und die Instandhaltung elektrischer Systeme, insbesondere von Hochspannungsgeräten wie Transformatoren, unerlässlich. Teilentladungen führen zu einer Beschädigung der elektrischen Isolierung durch lokale Durchschläge im Dielektrikum; diese Durchschläge erzeugen jedoch keinen leitfähigen Pfad, der zu den Elektroden führen könnte.
Überwachungsmethoden:
- Akustische Erkennung: Schallwellen, die durch Teilentladungen erzeugt werden, werden erfasst
- Analyse elektromagnetischer Strahlung: Bei Entladungsereignissen werden elektromagnetische Signale erfasst.
- Ultrahochfrequenz-Sensorik (UHF): Teilentladungen werden mittels hochfrequenter Signale überwacht.
Ergebnis: Diese Datenerfassung ermöglicht vorausschauende Wartung und verhindert so kostspielige Ausfallzeiten und Geräteausfälle.
Überhitzung und damit verbundene Probleme
Überhitzung elektrischer Geräte stellt ein ernstes Problem dar, das zahlreiche kritische Risiken birgt, wie z. B. Maschinenausfälle, Produktivitätsverluste und unsichere Arbeitsbedingungen. Häufige Ursachen für übermäßige Wärmeentwicklung sind Überlastung, mangelhafte Luftzirkulation, veraltete Bauteile oder vernachlässigte Wartung.
Häufige Ursachen
- Geräteüberlastung
- Unzureichende Belüftung
- Alternde Komponenten
- Fehlende Wartung
- Hohe Umgebungstemperatur
Präventionsmethoden
- Regelmäßige Wartung und Überwachung
- Wärmebildprüfungen
- Installation von Temperatursensoren
- Angemessene Isolierung und Belüftung
- Lastmanagement innerhalb der Grenzen
Diagnose und Behebung identifizierter Probleme

Strategien zur Verbesserung der Transformatorleistung
Drei-Säulen-Ansatz zur Leistungssteigerung
1. Regelmäßige Inspektion und Wartung
Den Hauptkomponenten, bestehend aus Wicklungen, Isolierung und Ölstand, sollte Priorität eingeräumt werden. Die kontinuierliche Überwachung der Betriebsbedingungen hilft, Verschleiß oder mögliche Fehler frühzeitig zu erkennen, sodass Reparaturen rechtzeitig durchgeführt und Ausfälle vermieden werden können.
2. Optimierung des Lastmanagements
Eine korrekte und gleichmäßige Lastverteilung reduziert die Belastung von Transformatoren und minimiert so Überhitzung und Verschleiß. Die Bediener sollten darauf achten, die Grenzwerte des Transformators nicht zu überschreiten und diese stets einzuhalten. Die Spannungsregelung kann mittels Stufenschaltern erfolgen.
3. Technologieintegration und Modernisierung
Der Einsatz intelligenter Überwachungssysteme ermöglicht die Datenerfassung in Echtzeit und die Anwendung vorausschauender Wartung. Der Austausch von Dämmstoffen, Kühlsystemen oder wichtigen Komponenten ist ein Weg, die Effizienz zu steigern und sich an die sich ändernden Kundenbedürfnisse anzupassen.
Effizienzsteigerung durch Korrekturmaßnahmen
Die regelmäßigen Präventivmaßnahmen gewährleisten einen hohen Betriebseffizienzgrad der Transformatoren. Durch die unverzügliche Erkennung und Beseitigung von Fehlern werden Probleme gelöst und die Leistung gesteigert, was zu einem höheren Durchsatz führt.
Wesentliche Korrekturmaßnahmen:
- Gründliche Diagnostik: Führen Sie umfassende Bewertungen und Tests der Maschine durch, um Probleme wie beschädigte Isolierung, übermäßige Hitze oder verschlissene Teile zu erkennen.
- Teileaustausch: Entfernen Sie Teile, die das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben und nur noch eine unzureichende Leistung erbringen, z. B. Kühl- oder Isolierteile.
- Effizienzverbesserung: Die Lastverteilung und die Spannung sollten auf ein mit dem System kompatibles Niveau eingestellt und die Steuerung neu justiert werden, um die Belastung des Systems zu beseitigen.
Sicherstellung der allgemeinen Zuverlässigkeit von Transformatorensystemen
Eine vollständige und regelmäßige Wartung sowie Inspektionen gewährleisten die Zuverlässigkeit von Transformatorensystemen. Die Kontrollen ermöglichen die frühzeitige Erkennung potenzieller Probleme wie Überhitzung, Isolationsbeschädigung oder Ölverunreinigung.
Schutzvorrichtungen
Überspannungsableiter und Temperaturüberwachungsgeräte schützen vor Spannungsanstieg, Überlastung und Erhitzung.
Hochwertige Materialien
Eine sachgemäße Systemauslegung unter Verwendung hochwertiger Materialien und erstklassiger Isolierung trägt zur Verlängerung der Lebensdauer der Geräte bei.
Kühlsysteme
Effektive Kühlmechanismen ermöglichen die Wärmeableitung unter Last und reduzieren so die Betriebsbelastung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Was versteht man unter der DGA-Analyse von Transformatorenöl und welche Bedeutung hat sie?
A: Die DGA-Analyse (Dissolved Gas-in-Oil Analysis) ist eine Prüfmethode für Transformatoren, mit der sich feststellen lässt, ob sich Gase im Isolieröl gebildet haben. Dabei werden Ölproben entnommen und im Labor mittels Gaschromatographie analysiert. Die DGA-Analyse kann die Konzentrationen gelöster Gase nachweisen, die durch thermische Fehler, Lichtbögen, Ölüberhitzung oder Öloxidation entstehen. Genaue Messungen mittels DGA-Prüfung ermöglichen die Früherkennung von Transformatorfehlern, verlängern die Lebensdauer des Transformators und schützen das Isolationssystem und das Isolieröl.
F: Welche Gase werden bei DGA-Öltests analysiert und welche Informationen liefern sie?
A: Bei der DGA-Prüfung werden verschiedene Gase gemessen, darunter Wasserstoff, Methan, Ethan, Ethylen, Acetylen und Kohlenoxide. Die Gasbildungsmuster liefern wichtige Informationen: Wasserstoff und Methan deuten in der Regel auf thermische Defekte oder Überhitzung bei niedrigen Temperaturen hin, während hohe Ethylen- und Ethanwerte auf thermische Zersetzung bei höheren Temperaturen schließen lassen. Das Vorhandensein von Acetylen weist überwiegend auf Lichtbogenbildung oder starke Entladungen hin. Durch die Auswertung der DGA-Ergebnisse und der Gasverhältnisse lassen sich Transformatorprobleme erkennen und feststellen, ob es sich um thermische, elektrische oder ölbedingte Störungen handelt.
F: Welche Rolle spielt die Gaschromatographie bei der Analyse gelöster Gase?
A: Die Gaschromatographie ist die am häufigsten verwendete Analysemethode für die DGA (Differenzielle Gasanalyse). Mithilfe der Gaschromatographie trennen und quantifizieren Labore die Konzentrationen gelöster Gase im Isolieröl und erhalten so eine präzise DGA. Da die DGA sehr empfindlich ist, erhöht die Anwendung der Gaschromatographie die Genauigkeit der Prüfung und ermöglicht eine zuverlässige Interpretation für die Transformatorenprüfung und die Planung vorbeugender Wartungsmaßnahmen.
F: Wie interpretiert man DGA-Ergebnisse, um Transformatorfehler genau zu lokalisieren?
A: Die Interpretation von DGA-Ergebnissen umfasst die Betrachtung der absoluten Konzentrationen gelöster Gase, der Gasverhältnisse und deren zeitlicher Entwicklung. Die etablierten Interpretationsmethoden und -algorithmen verknüpfen Gasmuster mit spezifischen Ausfallarten: thermische Fehler in verschiedenen Temperaturbereichen, Lichtbogenbildung (Vorhandensein von Acetylen), Teilentladungen oder Öloxidation. Die Kombination der DGA-Interpretation mit Kenntnissen über die Transformatorkonstruktion, seine Temperaturgeschichte und die Ölqualität ermöglicht ein umfassendes Bild der Transformatorprobleme und der verbleibenden Lebensdauer.
F: Kann die DGA auch kleinere Probleme wie Öloxidation oder Alterung der Isolierung erkennen?
A: Ja, die DGA-Analyse kann die Gasbildung durch Öloxidation und die Alterung des Isolationssystems bereits vor einem katastrophalen Ausfall nachweisen. Zunehmende Mengen an Kohlenoxiden und bestimmten Kohlenwasserstoffen sind Anzeichen für Öloxidation und die Alterung des Isolieröls und des Isolationssystems. Regelmäßige DGA-Prüfungen liefern Trenddaten, die für die Beurteilung des Zustands von Mineralöl und Isolieröl, die Vorhersage der Isolationsalterung und die Planung von Wartungsarbeiten zur Verlängerung der Transformatorlebensdauer sehr hilfreich sind.
F: Welche Faktoren beeinflussen die Genauigkeit des DGA-Tests und welche Maßnahmen können ergriffen werden, um diese zu kontrollieren?
A: Faktoren wie Probenahmefehler, Kontamination, falsches Probenvolumen, Einfluss der Umgebungstemperatur während der Probenahme und Laborverfahren können die Testgenauigkeit beeinträchtigen. Um diese Faktoren zu kontrollieren, befolgen Sie bei der Entnahme von Ölproben strikte Probenahmeprotokolle, verwenden Sie die erforderlichen Behälter, stellen Sie eine korrekte Kennzeichnung sicher und wählen Sie ein Labor mit fundierter Erfahrung in der Gaschromatographie. Einheitliche Probenahmeorte und -verfahren reduzieren die Variabilität und erhöhen die Zuverlässigkeit der DGA-Ölanalyseergebnisse und deren Interpretation.
Referenzen
- Eine Übersicht über mit der Gas-in-Öl-Analyse nachweisbare Fehler
In diesem Beitrag werden die Ergebnisse der DGA und deren Korrelation mit den in Transformatoren identifizierten Fehlern vorgestellt.
Lesen Sie mehr hier - Methode zur Analyse gelöster Gase basierend auf neuartigen Merkmalen
Diese Studie hebt den Einsatz der DGA zur Erkennung beginnender Fehler in ölgefüllten Transformatoren hervor.
Lesen Sie mehr hier - Ein Überblick über die Transformator-Diagnostik
In diesem Beitrag wird die Bedeutung der DGA bei der Bestimmung des Transformatorzustands hervorgehoben.
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